Landesminister Uhlenberg besucht Biogas-Anlage

Interessantes zum Thema erneuerbare Energien

21.05.2010, 15:29 Uhr | Alfred Borgmann

Gut besucht war der Abend zum Thema Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Erneuerbare Energien in Petershagen-Ovenstädt, verbunden mit  einer Besichtigung der Biogas-Anlage.

CDU-Landtagskandidat Friedhelm Ortgies MdL hatte nach Petershagen-Ovenstädt auf den Hof David eingeladen, um mit NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg insbesondere das Thema Erneuerbare Energien zu diskutieren. Die Biogas-Anlage auf dem Hof David bot dazu die richtige Kulisse und mehr als 80 interessierte Besucher waren der Einladung gefolgt, um sich selbst ein Bild aus erster Hand über diese Form der Energiegewinnung zu machen und zum anderen die Gelegenheit zu nutzen, mit dem Landesminister und dem heimischen Landtagsabgeordneten zu diskutieren.
 
Landwirt Rüdiger David erklärte den Gästen zunächst die Anlage. Gebaut wurde die Biogasanlage  im Jahr  2002 zunächst mit einer Leistung von 250 kW als Kofermentationsanlage. Diese Art der Anlagen werden mit organischer Biomasse, Gülle und Reststoffen aus der Industrie beschickt, als da wären Apfeltrester, Getreidespelzen, Speisereste, Molke, Flotatfette. Aber auch die Gülle aus landwirtschaftlichen Betrieben des Ortes wire eingesetzt. Zur Biogaserzeugung werden täglich ca.  40 t  organische Masse verwertet, diese stammt überwiegend aus der näheren Region. In seiner Anlage werden keine nachwachsenden Rohstoffe, wie Mais und Getreide, eingesetzt. 
 
Seit 2009 ist die Biogasanlage auf  800 kW elektrisch genehmigt, installiert sind 760 kW. Die Jahresproduktion beträgt ca. 5.000.000 kWh Strom, die wären ausreichend für den Jahresverbrauch von etwa 4.000 Personen. Die entstehende Wärme (thermische Energie  der Motoren), wird durch Kraftwärmekopplung  zur Beheizung der Stallungen, des Wohnhauses und für eine Holz- und Getreidetrocknungs-Anlage genutzt. 
Minister Uhlenberg und Friedhelm Ortgies unterstrichen die Bedeutung der Nutzung dieser energetischen Ressourcen und werteten das Engagement der Landwirtsfamilie auch als einen Beitrag zum Klimaschutz. Die erneuerbaren Energien hätten durchaus das Potential, die Energieversorgung und nachhaltig und wirtschaftlich zu sichern. Das Land wolle dazu beitragen, bis 2020 die Kohlendioxid-Emmissionen um 81 Millionen Tonnen zu reduzieren. Klimaschutz sei somit auch eine Chance für effiziente und regenerative Umwelt-Technologien.
 
In vertiefenden Gesprächen bei Getränken und Bratwurst wurde die Thematik anschließend mit den Anwesenden weiter erörtert. Minister Uhlenberg und Landtagsabgeordneter Friedhelm Ortgies, selbst Landwirte, fanden dabei auch gegenüber ihren zahlreichen Berufskollegen die richtigen Worte.